Beschädigt Alkohol im Brillenreinigungsmittel Fassungen und Gläser?
Viele Augenoptiker fragen sich, ob Alkohol in einem Brillenreinigungsmittel Fassungen und Gläser angreifen kann. Und diese Frage ist berechtigt, denn zahlreiche Glas- und Fassungshersteller empfehlen, Brillen mit Reinigungsmittel ohne Alkohol zu reinigen.
Der Hintergrund ist einfach. Herkömmlicher Industriealkohol kann bei häufiger Anwendung Kunststoffe austrocknen. Und er kann Beschichtungen auf Brillengläsern langfristig schädigen. Besonders Entspiegelungen und spezielle Oberflächen reagieren empfindlich. Deshalb gilt in der Branche oft die klare Aussage: Brille reinigen ohne Alkohol ist sicherer.
Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen synthetischem Alkohol und natürlichem Alkohol. Viele klassische Brillenreinigungsmittel enthalten hochkonzentrierten Industriealkohol. Dieser wirkt stark entfettend. Und genau das kann problematisch sein.
Warum Alkohol nicht gleich Alkohol ist
Natürlicher Alkohol in sehr geringer Dosierung verhält sich anders. Er dient vor allem der hygienischen Reinigung. Gleichzeitig bleibt die Materialschonung erhalten. Deshalb kommt es auf Zusammensetzung und Konzentration an und nicht allein auf das Wort „Alkohol“ auf dem Etikett.
Was Hersteller befürchten – und warum die Warnungen sinnvoll sind
Die Warnhinweise der Hersteller haben ihren Grund. Sie schützen vor falscher Anwendung aggressiver Reiniger. Denn wenn Kunden regelmäßig stark alkoholhaltige Produkte nutzen, steigt das Risiko für:
- spröde Fassungen
- gelöste Beschichtungen
- matte Glasoberflächen
- verkürzte Lebensdauer der Brille
Warum milde Brillenreinigungsmittel trotzdem sicher sein können
Moderne Brillenreinigungsmittel können trotz Alkohol materialschonend sein. Entscheidend ist:
- natürlicher Alkohol statt Industriealkohol
- sehr niedriger Prozentanteil
- Kombination mit pflegenden Inhaltsstoffen
In der Praxis zeigt sich, dass solche Lösungen Gläser zuverlässig reinigen und gleichzeitig Fassungen nicht angreifen. Deshalb nutzen viele Optiker seit Jahren entsprechende Reinigungsmittel, die Alkohol enthalten.
Ein Beispiel für ein solches Reinigungskonzept finden Sie hier
Langzeiterfahrung als entscheidender Faktor
In der täglichen Anwendung zählt nicht nur die Theorie. Sondern vor allem die Erfahrung. Über viele Jahre hinweg zeigt sich, ob ein Brillenreinigungsmittel Fassungen und Gläser tatsächlich schädigt oder nicht.
Bei milden, natürlichen Rezepturen mit sehr geringem Alkoholanteil sind bislang keine Materialschäden bekannt. Und das auch bei regelmäßiger Nutzung im Fachgeschäft. Deshalb werden solche Lösungen zunehmend als sichere Alternative wahrgenommen.
Fazit: Brille reinigen ohne Alkohol – oder mit dem richtigen Alkohol
Die pauschale Aussage „Alkohol schadet Brillen“ ist zu einfach. Problematisch ist vor allem hochkonzentrierter Industriealkohol. Milde Brillenreinigungsmittel mit natürlichem Alkohol in sehr niedriger Dosierung können dagegen sicher und materialschonend sein.
Deshalb lohnt sich für Augenoptiker ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe. Und auf die Langzeiterfahrungen in der Praxis. So lassen sich Hygiene, Kundenservice und Materialschutz sinnvoll verbinden.
Weitere Informationen rund um Reinigungssysteme im Fachgeschäft finden Sie hier.
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